Im Dezember 2010 erhielt meine Mutter die Diagnose Krebs. Und zwar in der Speiseröhre, durch massive Schluckbeschwerden fiel ihr der Tumor auf. Ihre Brust fühlte sich anfangs so an, als wenn man eine Grippe oder Bronchitis bekommt. Die Krebsdiagnose war wie ein Schlag ins Gesicht und ich schäme mich, dass ich ihre ersten Befürchtungen, noch bevor sie zum Arzt gegangen war, nicht ernst genug nahm. Aber wer denkt schon an Krebs? Doch meine Mutter spürte, dass dieses Mal etwas anders war.
Sicherlich ist es nicht ratsam in ständiger Angst zu leben. Dennoch plädiere ich dafür, mehr und bewusst auf seinen Körper zu achten. Ja, das geht. Lieber einmal zu viel zum Doktor rennen, als es hinterher zu bereuen. Unser Körper spricht mit uns, permanent, auch wenn das verrückt klingt. Es liegt an uns, wie und ob wir antworten.
Denn der größte Komplize der Krankheit Krebs ist die Zeit. Die Zeit ist generell sehr kostbar, das durfte ich durch den Tod meiner Mutter lernen. Denn sie hat diesen Kampf nicht gewonnen, sie starb im Oktober 2011 an ihrem Tumor mit 59 Jahren.
In meinem Buch schreibe ich aus meiner Sicht als Tochter, wie es für mich war, dass meine geliebte Mutter an dieser Krankheit litt und ihr schließlich unterlag. Außerdem flossen weitere Schicksalsschläge meiner Mutter in dieses Buch mit hinein, es ist also so etwas wie eine Doppel-Biographie. Ich kann heute sagen, dass wir das Buch gemeinsam geschrieben haben, obwohl sie diese Welt zu dem Zeitpunkt meines Schreibprozesses schon verlassen hatte.
Wer sich mit mir austauschen möchte, vielleicht das gleiche oder ein ähnliches Schicksal erlitten hat, kann sich jederzeit bei mir melden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es hilfreicher ist, sich „Gleichgesinnten“ anzuvertrauen.

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Alles Liebe,
eure Anuschka Bacic